Keine Halluzinationen dank Reinheitsgebot

Im 16. Jahrhundert war Bier ein Grundnahrungsmittel. Bevor ihr beginnt, eine Zeitmaschine zu bauen: so toll, wie es klingt, war das nicht. Wir verraten den Grund.


Warum trinken wir eigentlich nicht den ganzen Tag Bier? Weil wir weniger auf Abhängigkeit und mehr auf Arbeitssicherheit stehen. Das konnten Menschen im 16. Jahrhundert nicht von sich behaupten. Dazumal gehörte Bier nämlich zu den Grundnahrungsmitteln.





Vor 500 Jahren tranken die meisten Menschen täglich Bier und lebten somit ziemlich gefährlich. Denn das Getränk bestand aus allem Möglichen. Auch Tollkirschen, Ochsengalle oder Pilze fanden ihren Weg in den Bottich. Das führte zu Halluzinationen und weiteren Beschwerden. Als grosse Retter entpuppten sich die Nonnen und Mönche. Während der vierzigtägigen Fastenzeit durften sie nämlich nur wenig oder nichts essen. Bier trinken war aber erlaubt.



In den Klöstern entwickelte sich eine Braukultur und die heilige Dreifaltigkeit des Bieres wurde entdeckt: Malz, Hopfen und Wasser. Diese Kombination hat sich so bewährt, dass 1516 in Bayern das Reinheitsgebot erlassen wurde. Die Deutschen nahmen Bier also schon dann ziemlich ernst. Die Verordnung schreibt vor, dass Bier ausschliesslich aus eben diesen drei Zutaten bestehen darf.



Nun zur Millionenfrage: Wo bleibt die Hefe? Früher wurde Bier in offenen Kesseln und in der Nähe von Backstuben gebraut. Das reichte offenbar schon und die Hefe mischte sich über die Luft selber ins Bier. Dank einem ebenfalls bahnbrechenden Gebot, Hygienevorschriften genannt, gibt es dieses Freestyle-Verfahren nicht mehr. Darum wurde Hefe als vierte Komponente nachträglich in das Reinheitsgebot aufgenommen. Auf das stossen wir an!

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